26 Oktober 2009

Die kleine Aseel wurde heute entlassen und kann nach Hause, nach Gaza zurückkehren! Alle sind verblüfft darüber, wie schnell sie sich von der Operation letzte Woche erholt hat. Sie wanderte fröhlich mit ihrer Mutter auf dem Gang hin und her, bis sie das am späten Nachmittag leid wurde – ihre Mutter hatte doch davon gesprochen, dass sie jetzt ganz bald nach Hause fahren würden! Mit ihren drei Jahren fand sie, dass ein ganzer Tag zu lang war, um von „baldiger“ Rückkehr zu sprechen…
Als endlich die Entlassungspapiere vervollständigt waren und es Zeit wurde, das Auto zu beladen, änderte sich Aseels Stimmung und sie wurde ganz aufgeregt bei dem Gedanken, jetzt nachhause zu fahren. Bitte beten Sie, dass sie sich weiter gut erholt und sie zu einer wunderschönen Frau heranwächst, die ein wunderschönes Herz hat für den Gott, der sie heilte.
22 Oktober 2009
Die Freude und Zufriedenheit darüber, wie man sich um sie kümmert, merkt man nicht nur Aseels Mutter an; sie kommt auch von fünf anderen Müttern, deren Kinder nach einer Herz-Operation auf der Intensivstation liegen! Gott sei Dank für diese lebenden Beispiele dafür, wie wir unsere Nächsten lieben können wie uns selbst!
21. Oktober 2009

Als ich das Wolfson Hospital heute Morgen zum ersten Mal betrat, sah ich drei Frauen; jede in einem anderen Stadium ihres Lebens, die vor der Kinder-Intensivstation saßen. Es waren eine Großmutter, die sich Sorgen um das Leben ihres Enkelkindes machte, eine Mutter, deren 7 Monate alter kleiner Junge gerade operiert worden war und schließlich Aseels Mutter, die auf die Operation ihrer Tochter wartete (auf dem Bild links). Jede dieser Frauen war besorgt um ihr eigenes Kind und kümmerte sich doch auch liebevoll um die anderen.
Aseels Mutter war die jüngste der drei Frauen, und sie wartete ohne zu wissen, ob die Ärzte heute operieren würden oder nicht. Während wir mit ihr dort saßen, wurde bekannt, dass Aseel tatsächlich sofort operiert werden würde. Die Zeit scheint still zu stehen, wenn eine junge Mutter darauf wartet, eine gute Nachricht bezüglich einer solch beängstigenden Operation zu bekommen. Wir beteten nicht nur, Gott möge dieses kleine Mädchen heilen, sondern auch die bangende Mutter trösten.
Nach vier Stunden bekamen wir die Nachricht, dass die Operation erfolgreich verlaufen war! Ein Band, das vor zwei Jahren über der Arterie platziert worden war, wurde entfernt und das große Loch zwischen den Herzkammern erfolgreich geschlossen. Wir warteten zusammen darauf, dass Aseel endlich aus dem Operationssaal zurückkommen würde.

Zurzeit erholt sich Aseel auf der Intensivstation, und der Chirurg Lior Sassoon erklärte uns, dass er davon ausgehe, dass Aseel nun in ein gesundes Leben ohne Einschränkungen starten werde.
20. Oktober 2009

Die drei Jahre alte Aseel hat endlich die Erlaubnis bekommen, Gaza heute zu verlassen – eine Woche nach ihrem ursprünglich geplanten Untersuchungstermin. Wir sind dankbar, dass sich die israelischen Ärzte einig waren, sie sofort aufzunehmen und sie auf die Operationsliste für morgen zu setzen.
Unser Team, bestehend aus Simantov, einem in Haifa geborenen Israeli, und Erica, einer palästinensischen Christin aus Bethlehem, unternahm die Reise, um Aseel und ihre Mutter von der Grenze nach Gaza zum Krankenhaus zu bringen. Dabei waren fünf weitere Kinder aus Gaza, denen eine Diagnose gestellt werden sollte bzw. die zur Nachuntersuchung erwartet wurden. Simantov beschreibt die Mutter als sehr freundlich und sagte, Aseel habe den ganzen Weg über geschlafen. Im Krankenhaus sei sie „sehr artig gewesen, bis sie damit begannen, Nadeln in ihren Arm zu stechen.“
Aseel ist schon ganz schön gewachsen, seit wir sie das letzte Mal hier im Krankenhaus gesehen haben; das war vor etwa zwei Jahren:

Wenn sie noch länger mit der Operation warten würde, könnte man ihr wahrscheinlich gar nicht mehr helfen – ihr Leiden wäre dann inoperabel. Bitte danken Sie Gott mit uns für diese Möglichkeit und für die Bereitschaft der Ärzte, Platz und Raum für sie zu schaffen. Bitten Sie Gott, ihre Operation mit Gnade und Heilung zu begleiten.