Rezhna aus Irak


Rezhna (und Mama) erholen sich prächtig

18. Januar 2010

Es ist eine Woche seit der Operation vergangen und Rezhna erholt sich prächtig.

Sie wurde von der Intensivstation entlassen und ist heute über die ganze Station gelaufen. Sie freut sich nicht mehr im Bett liegen zu müssen, aber ist immer noch ein bisschen müde deshalb ruht sie sich auch noch aus.

Es ist ein wirklicher Segen sie so fröhlich zu sehen. Sie ist eher gelangweilt und es leid im Krankenhaus zu sein, aber sie ist trotzdem gelassen. Eine ihrer ersten Fragen, die sie stellte war, ob sie heute mit uns nach Hause gehen könnte und als die Schwestern sagten, dass es morgen möglich sein könnte, fing ihr Gesicht vor Freude an zu strahlen.

Ihre Mutter ist ebenso voller Freude, sie hat solch ein dankbares Lächeln auf ihrem Gesicht wenn sie sieht wie ihre Tochter an Stärke und Gesundheit zunimmt. Die Angst und Sorge die sich in den letzten Tagen auf ihrem Gesicht niederschlugen, haben sich aufgelöst und ihre Augen strahlen Frieden aus. Ich bete, dass Gott diese liebe Mutter weiterhin mit diesem Frieden segnet und sie durch seine Liebe näher zu ihm zieht. Ich bete auch für die liebenswerte Rezhna, dass Gott ihr Hoffen und Warten segnet und sie diese Woche, während sie wartet, mit Freude erfüllt und mit dem Wissen, dass er sie liebt.

Sie steht ihrer Tochter bei

14. Januar 2010

Es sind zwei Tage seit ihrer Operation vergangen und Rezhna ruht sich aus und atmet heute sehr ruhig. Sie ist sehr geschafft und immer noch sehr durstig, aber sie ist nicht mehr an den Maschinen angeschlossen und erholt sich gut, ihre Mutter ist immer an ihrer Seite. Ihre Mutter stand heute die ganze Zeit bei ihr, sie hat so viel Liebe und Besorgtheit in ihren Augen während sie nach den Belangen ihrer Tochter Ausschau hält. Sie hat den Raum über den ganzen Tag noch nicht einmal verlassen um etwas zu essen, von morgens bis abends war sie dort um ein Glas Wasser zu halten und um sie zu kratzen wenn sie etwas juckte oder um ihr einfach ein ermutigendes Lächeln zu schenken wenn sie aufwachte um zu zeigen, dass sie da ist.

Es ist ein Segen zu sehen, dass Rezhna stabil und ruhig ist, und dass sie sich weiter in Richtung einer glücklichen und gesunden Zukunft bewegt. Betet, dass Gott dieses junge Mädchen segnet, dessen Lächeln, unerschrockener Geist und dessen glückliche und hoffnungsvolle Augen viele von uns ermutigt haben. Ich bete dass sie durch diese Zeit erkennt wie wertvoll sie in Gottes Augen ist und wie sehr er sie liebt.

Liebe wird hier gesprochen

14. Januar 2010

Rezhna war heute ansprechbar und beharrlich sprach sie leise bei jeder Gelegenheit die Bitte um stilles Wasser aus. Wir waren Gott und jedem, der uns im Gebet unterstützt so dankbar, dass Rezhna sich heute bewegt hat und eine normale Temperatur hat.  Obwohl sie immer noch ein bisschen müde ist und sich ausruht, bekommt sie mit wie jeder ihrer Besucher kommt und geht. Eines ihre ersten Grußworte die Rezhna in Englisch gelernt hatte war „I love you, too!“ (Ich liebe dich auch)

Als sie Mary sah, obwohl sie noch nicht richtig sprechen konnte, formte sie die Worte mit ihren Lippen. Obwohl die Kommunikation hier wegen der vielen verschiedenen Sprachen manchmal sehr schwer ist, die Sprache der Liebe und Fürsorge wird überall gesprochen und anerkannt.

Hamzas Großmutter begleitete unser Besuchsteam und hatte ein Anliegen daran  Arabisch in die Kurdische Sprache zu übersetzen damit Rezhnas Mutter in der Lage war zu verstehen, dass ihre Tochter in einem stabilen Zustand ist und alles Nötige für ihre Genesung bekommt. Somit konnte sie ebenfalls jegliche Fragen übermitteln, die sie den Ärzten hätte stellen wollen aber sonst nicht in der Lage gewesen wäre.

Rezhna rollt aus zur Operation

12. Januar 2010

Michelle und ich kamen um sieben Uhr morgens im Wolfson Krankenhaus an und als wir auf der Schwesternstation fragten wann Rezhnas Operation sein würde, gaben sie uns zur Antwort „jetzt in diesem Moment“. Michelle und ich gingen mit ihr und ihrer Mutter runter bis zum Vorbereitungsraum bevor sie zur Operation gerufen wurde, die zwischen acht und halb neun Uhr anfing.

Wir nahmen Rezhnas Mutter mit nach oben um uns mit Ahmed und seine Muter zu treffen. Sie war zuerst ein bisschen besorgt, aber dann hat sie sich uns angeschlossen. Sie ist sogar mit Michelle gegangen um Kekse zu kaufen. Irgendwann so gegen 15 Uhr kam der Chefarzt der Intensivstation Dr. Houry den Gang entlang um uns mitzuteilen, dass sie Rezhna von dem Operationssaal in die Intensivstation bringen.

Dr. Houry sagte, dass die Operation sehr gut verlaufen wäre und dass sie  Rezhna morgen vielleicht von der künstlichen Beatmung entwöhnen könnten. Sie hätte jedoch auch ein hohes Fieber entwickelt.

Wir mussten eine Weile warten bis wir Rezhna in der Intensivstation sehen konnten, und als ihre Mutter und ich rein gingen, war ich überrascht zu sehen dass sie wach war und ihre Augen waren ein bisschen verdreht. Ich dachte ich würde Angst in ihren Augen sehen, aber Dr. Houry versicherte uns, dass sie okay ist und gerade erst aufgewacht ist und dass sie noch nicht in der Lage wäre sich zu bewegen aufgrund der Nachwirkung von der Narkose. Ich rief unsere Kollegen an und bat sie für Rezhna zu beten, weil das medizinische Personal an ihr zu arbeiteten begann und das eine lange Weile dauerte. Ich hatte versucht ein Bild von ihr zu machen und schließlich sagte ich zu Dr. Houry dass ich es nicht geschafft hätte, er sagte ich sollte die Hoffnung nicht verlieren. Das hat mich berührt und als ich endlich ein Bild von ihr hatte, sahen ihre Augen viel klarer aus und ich sah auch keine Angst mehr in ihnen. Denkst du die Gebete wurden erhört? Ich tu es.

Bitte betet weiterhin für Rezhna und ihre Mutter. Alle irakischen Familien sind wieder zurück in Jerusalem sie ist dort oben mit Rezhna auf sich allein gestellt. Betet dass Gott Rezhna und ihrer Mutter weiterhin Frieden gibt, und dass er den Heilungsprozess voranschreiten lässt.

In der Nacht kam ein Anruf wegen der Operation

11. Januar 2010

Um fast 10 Uhr heute Nacht rief uns im Jerusalem Zentrum das Personal vom Wolfson Krankenhaus an und bat uns Rezhna sofort für die Operation am Morgen ins Krankenhaus zu bringen, offensichtlich hatte sich in letzter Minute ein freier Termin im Zeitplan ergeben. Alle Mütter und Kinder, die bei uns waren, versammelten sich mit unserem Personal im Hof um zu beten, dass Rezhna in Frieden zu uns zurückkehrt bevor wir sie nach draußen begleiten und ihr zum Abschied winken würden wenn sie von uns in die Nacht und in ihre Zukunft fuhr.

Rezhna ist zurück aus dem Krankenhaus

7. Januar 2010

Rezhna ist heute nach ihrer Herzkatheterisierung zum Shevethaus zurückgekehrt. Rezhna ist eine gute Kandidatin für die Operation und wir sollten bald die Aufforderung bekommen sie in den nächsten 8 Tagen zurückzubringen, so Gott will.  Bitte betet weiterhin dafür, dass Rezhna Mut für die bevorstehende Operation hat und Glauben, dass Gott sie so weit gebracht hat, weil er einen guten Plan für ihr Leben hat und alle wundersamen Dinge die er bereitgehalten hat damit sie diese entdeckt während sie heranwächst.

Auf dem Weg nach Hause hatten wir die Gelegenheit uns an einer neuen Lektion in Kurdisch zu erfreuen, diesmal versuchten wir es in Musik umzusetzen. Wir lernen das Lied „Dies ist der Tag den der Herr gemacht“ zu singen.

 

Rezhna hat Katheterisierung überstanden, Operation rückt näher

6. Januar 2010

Rezhna hat sich lange den Tag herbeigesehnt an dem sie wieder zurück ins Krankenhaus gerufen würde und gestern war sie begeistert endlich für die Katheterisierung am nächsten Tag herbeigerufen zu werden. Trotz leichter Nervosität, da sie erkannte ihre Operation rückt näher, lächelte sie optimistisch über den ganzen Tag hinweg, sogar als die Zeit für die Nadeln kam!

Als wir heute Morgen im Krankenhaus ankamen, war Rezhna von ihrer Katheterisierung wieder zurückgebracht worden und sie war für über zwei Stunden dort drin gewesen. Ihre Mutter lief draußen im Gang angespannt hin und her, Spuren von Tränen waren in ihren besorgten Augen. Als die Ärzte jedoch fertig waren und fröhlich mitteilten, dass alles gut verlaufen ist, verwandelte sich ihr besorgter Gesichtsausdruck schnell.

Rezhna selber fühlte sich nach dem Eingriff nicht wohl, sie war kaum bei Bewusstsein, Tränen liefen und sie war unheimlich durstig. Doch ihre Mutter war die ganze Zeit da, sie stand ihr stark zur Seite um ihre Hand zu halten und sie zu ermutigen. Sogar während sie Rezhnas Bett zügig durch die Gänge der Kinderstation schoben, blieb sie an ihrer Seite, aber sie musste fast rennen um mit ihnen Schritt zu halten.

Als wir gingen war Rezhna von der Katheterisierung noch sehr mitgenommen, größtenteils durch ihre Angst als alles andere. Ihre Mutter wusste, dass alles gut war und lächelte einfach nur, so dankbar und erleichtert, dass ihre Tochter einen weiteren Schritt näher an ein gesundes Herz gerückt ist. Ihr Herz ist sehr gut und sie ist jetzt bereit irgendwann nächste Woche operiert zu werden.

Bitte betet, dass Gott diese wertvolle junge Frau und ihre Mutter weiterhin segnet. Betet, dass er ihnen seinen großartigen Frieden schenkt während der lang erwartete Tag näher rückt und ihnen mit seiner Liebe Trost gibt und sie daran erinnert, dass er immer an ihrer Seite sein wird.

 

Rezhnas erstes Echo

15. Dezember 2009

Wir haben Rezhna, Hardeen und Hanar sehr früh am Morgen zu ihren Herzultraschalluntersuchungen im Wolfson Krankenhaus gebracht. Rezhna war sehr ruhig und hat auf der Fahrt dorthin geschlafen. Nachdem wir angekommen waren, wachte sie auf und fing an Bilder mit ihrem Handy zu machen. Dann zeigte sie mir Bilder von ihrem Vater und ihren Brüdern.

Ich bemerkte, dass Rezhna nicht weit laufen konnte ohne sich bücken zu müssen. Dies ist eine Technik zum Ausgleich ihrer Herzschwäche, die sich Kinder mit diesem Herzleiden aneignen. Es scheint, dass wenn sie sich so runterbeugen,  dadurch der Sauerstoff nach oben in die Lungen gedrückt wird und sie besser atmen können. Nach Rezhnas Echo, erklärte mir Dr. Alona, dass sie ihre Situation ändern wird. Ich fand heraus, dies bedeutet, dass sie die Medikamente umstellen wird.

Bevor wir gingen, gaben sie ihr die erste Dosis und sagten uns wir sollten zum Mittagessen gehen und in einer Stunde wiederkommen um zu sehen wie sie damit zurechtkommt. Mir fiel auf, dass während wir zu der Schwesternstation liefen, Rezhna kein einziges Mal anhalten musste. Bitte betet für Rezhna. Sie hatte nichts gegen den Herzultraschall, weil sie dazu keine Nadeln brauchten, aber ich glaube sie hat immer noch viel Angst. Betet, dass Gott ihr Frieden gibt!

 

 

Rezhna freut sich in Israel zu sein

6. Dezember 2009

Die 14-Jährige Rezhna und ihre Mutter haben heute Abend Israel erreicht.

Während der neunstündigen Fahrt von Jordanien zeigte sie sich als eine fröhliche und verspielte junge Dame. Sie sprang sogar aus dem Kleinbus als wir bei einem der vielen Kontrollpunkten auf unserem Weg hielten und kicherte vor Freude. In anderen Momenten waren die Auswirkungen ihres Herzleidens offenbar, da sie bei der kleinsten Anstrengung müde wurde.

Heute Nacht ruht sich Rezhna im Shevet Center im kühlen Israel aus, in Vorbereitung auf ihre ersten Untersuchungen im Wolfson Krankenhaus in Holon. Die Reise in Richtung Operation, die ihr einen vollkommenen neuen Ausblick auf ihr Leben bieten wird, hat begonnen. Bitte begleitet uns in Gebet, dass sie alle guten Dinge sieht, die ihr himmlischer Vater für sie bereitet hat.